Forscher lernen von Pflanzen, die es in sich haben

Wüstenhäuser mit speziellen Lichtleitsystemen - Biophotonen zur interzellulären Kommunikation

Von Kurt G. Blüchel

Berlin - Frenetischer Beifall für den Bürgermeister von Schilda, als diesem der Schlüssel für das neue Rathaus überrreicht wird. Die feierliche Zeremonie hat allerdings einen Schönheitsfehler: Der Amtssitz des Stadtoberhauptes hat keine Fenster, sie sind schlicht vergessen worden. Doch die Bürger von Schilda wissen sich zu helfen. Sie holen Säcke herbei, lassen auf dem Rathausvorplatz die Sonne hieneinscheinen und tragen anschliessend die Säcke voller Licht in die dustere Amtsstube, die dennoch stockfinster bleibt. Vielleicht hätte der Baumeister des Schildbürgerstreiches vorher im Institut für physikalische und theoretische Chemie der Freien Universität in Berlin anklopfen sollen. Dort ist der Physikochemiker Professor Helmut Tributsch als Leiter der Abteilung Solare Energetik am Hahn-Meitner-Institut tätig. Sein Forschungsschwerpunkt: Licht als Energie- und Informationsquelle für das Leben.

Der Berliner Wissenschaftler hat einen Vorschlag für ein "Wüstenhaus" gemacht, das auf der genauen Kenntnis so genannter Fensterpflanzen beruht. Fensterpflanzen gedeihen in der sengenden Hitze südafrikanischer Trockengebiete. Sie besteht aus fleischigen, kolbenförmigen Blättern, ähnlich einem so genannten Winston-Kollektor, der bei bestimmten Klimaanlagen verwendet wird. Das streichholzkleine Pflänzchen trägt an seiner obersten Spitze ein lichtdurchlässiges Fenster, dass der Pflanze ihren Namen gab. Nur dieses glasdachähnliche Fenster wölbt sich über die sandige Erdoberfläche. Die "Glaskuppel" sorgt für eine ausreichende Lichtsammlung, unabhängig vom Sonnenstandpunkt. Das in die dunkle Tiefe geleitete Licht wird von den blattgrünhaltigen Außenwänden photosynthetisch genutzt.

Die Wärmestrahlen heizen dagegen nur die grossvolumigen, wasserhaltigen Fensterzellen auf, und die Hitze wird mittels eines Wasser-Wärmefilters rasch wieder abgestrahlt. Bei den Fensterpflanzen wird die Sonne gewissermaßen durch eine Lichtfernleitung in die unteren Etagen transportiert. So entsteht im Innern der Pflanzen ein mildstrahlender Lichthof. Während sich unsere moderne Wüstenarchitektur dem Klima nur sehr wenig anpasst und mit besonders energieaufwendigen kostspieligen Kühlleistungen arbeiten muss, zeigt das Vorbild der Fensterpflanze, wie sich optimieren ließe.

Wenn man den Anregungen des Berliner Licht-Experten Tributsch folgt, sollten die Wohnhäuser in Wüstenregionen eher in die Tiefe gebaut werden: "Überdeckt von einer Glaskuppel mit einem wärmeabsorbierenden Wasserfenster. Wie bei der Fensterpflanze sollte das Licht durch Streuung in die dunklere Tiefe geleitet werden, wo es Wohnräume, aber auch Gärten erreicht, die von der Kühle des Bodens profitieren."

Sind Pflanzen die besseren Ingenieure? Die Fülle technischer Probleme, mit denen Pflanzen fertig werden müssen ist gewaltig; die Fülle der Lösungen unglaublich. Nur ein Bruchteil dessen, was Gräser und Blumen, Pilze und Moose, Flechten und Algen, Bäume und Sträucher auf diesem Gebiet entwickelt haben, ist bislang erforscht. Pflanzen verstehen mit Hilfe der Photosynthese die Energie des Sonnenlichts zu nutzen, sind vertraut mit Nachrichten- und Messtechnik beherrschen die Baustatik, sind Meister der Hydraulik und der Wärmelehre, bewältigen Logistikprobleme zu Lande, zu Wasser und in der Luft, können die Zeit messen und sind hervorragende Chemiker. Alle Fertigungsprozesse und Verfahrensweisen funktionieren wie computergesteuerte Abläufe in modernen Hightech-Unternehmen, dazu lautlos, energiesparend, umweltschonend.

Neuerdings haben Bio-Physiker, Biochemiker und Technische Biologen Hinweise für eine besondere "interzelluläre Kommunikation" bei Pflanzen entdeckt. Träger der geheimnisvollen Botschaften tief im Innern der Zelllen sind kleinste Lichtteilchen, so genannte Biophotonen. Durch kleinste Lichtquanten angeregte Elektronen halten beispielsweise in grünen Pflanzen die Photosynthese in Gang. Die Intensität dieser Lichtsignale ist so unvorstellbar gering, dass schon ein bescheidenes Taschenlämpchen 100 000 Milliarden mal heller strahlt.

Im "Internationalen Institut für Biophysik" in Neuss, das an Forschungsaufträgen für Grossunternehmen wie Henkel, Beiersdorf und Nestlé arbeitet, gehen Wissenschaftler unter der Leitung des Biophotonen-Forschers Fritz-Albert Popp vor allem der Frage nach, ob interzelluläre Informationen im Innern von Organismen mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Falls sich diese kühne Annahme bestätigen sollte, wäre dies nach Ansicht vieler Fachleute eine Sensation mit weitreichenden Konsequenzen. Denn das tief in allen Organismen gespeicherte Licht spielt vermutlich eine ganz entscheidende Rolle bei der Regulierung aller Lebensvorgänge von Pflanzen, Tieren und Menschen.

Mit der Entdeckung des genetischen Codes in dem die Baupläne aller Lebewesen gespeichert sind, stießen die Genforscher bereits auf eine simple biologische Weltsprache, die einer Art von Esperanto für alle Organismen darstellt. Inzwischen hat sich die DNS als ein von Zauberhand gesteuerter Datenspeicher entpuppt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Forscher nun auch bald jene Gebrauchsanweisung verstehen lernen, nach denen die Natur neue Organismen baut. Die Natur strotzt nur so von Phantasie und Kreativität. Die verblüffenden Fakten und Phänomene biologischer Systeme lassen das Unmögliche möglich und das Unwirkliche wirklich erscheinen. Die Chancen stehen deshalb nicht schlecht, dass der Mensch aus dem innovativen Geschehen der Schöpfung schon in naher Zukunft auch jene Rezepte findet, die er dringend zur Lösung seiner brennendsten Probleme braucht.

Immer mehr Unternehmen sind beflügelt von dem Ehrgeiz, die technologischen Spitzenleistungen biologischer Systeme zu ihren eigenen zu machen. Für zukünftige Produkte gibt es in der Natur vielfältige Anknüpfungspunkte - ein Betätigunsfeld für Generationen von Ingenieuren und Entwicklern. "Wir haben bereits einen Riesenberg von Konstruktionen und Verfahrensweisen aus der Natur vor uns liegen, die wir bislang schlicht ignorieren", erklärt Werner Nachtigall, Direktor des Zoologischen Instituts der Universität des Saarlandes. Das Institut gilt als Topadresse in Sachen "Patente der Natur", doch Details will der renommierte Bioniker nicht preisgeben. Eine zu frühe Publizität könnte die Pläne und Arbeiten der Forschungslaboratorien zahlreicher Unternehmen stören. Datum: 2000-12-28 - Dateigröße: 9116 Byte

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Researchers learn from plants which have it in themselves

Wild houses with special light leading systems - biophotons to the intercellular ones Communication

From Kurt G. Blüchel

Berlin - Frenzied applause for the mayor of Schilda, as this of the keys for this new city hall überrreicht becomes. However, the ceremonious ceremony has a beauty mistake: The seat of the town head has no windows, they have simply been forgotten. However the citizens of Schilda know how to help themselves. They fetch bags, leave on him Afterwards place Rathausvor the sun hieneinscheinen and carry the bags of full light in the morose office room which, still, remains floor-dark. Maybe the master builder would have Of shield citizen prank before in the institute of physical and theoretical chemistry of the open air university should knock in Berlin. There is the Physikochemiker professor Helmut Tributsch as a leader of the department of solar energetics in the cock Meitner institute actively. Be Research main focus: light as an energy source and source of information for the life.

The Berlin scientist has done a suggestion for a "wild house", on the precise knowledge in such a way of named window plants is based. Window plants prosper in the torrid heat of South-African dry regions. She exists of meaty, kolbenförmigen sheets, like a so-called Winston's collector which determined with Air-conditionings is used. The match-small little plant carries at his uppermost point lichtdurchlässiges The window that gave to the plant her name. Only this glasdachähnliche window arches about the sandy one Earth's surface. The "glass dome" provides for a sufficient light collection, undependent on solar point of view. This in the dark depth escorted light is used by the blattgrünhaltigen outside walls photo-synthetic.

Warm rays heat against it only grossvolumigen, aquatic-containing window cells, and the heat becomes by means of of a water-warm filter quickly again radiated. With the window plants the sun becomes to a certain extent by a light long-distance line in the lower floors advances. Thus comes into being inside of the plants a mild-beaming patio. While our modern wild architecture adapts itself to the climate only very little and with especially to energy-luxurious costly chill achievements must work, the model of the window plant, how appears allowed to optimize.

If one follows the suggestions of the Berlin light expert Tributsch, the dwelling-houses should go in Wild regions rather in the depth are built: " Covers from a glass dome with a warmth-absorbing Water window. As with the window plant the light should be escorted by dispersion in the darker depth, where it Living-rooms, but also gardens achieved which profit from the coolness of the ground. "

Are plants the better engineers? The fullness of the engineering problems with which plants have to finish is immensely; the fullness of the solutions incredibly. Only one fraction of that, what Gräser and flowers, mushrooms and mosses, Lichens and algaes, trees and shrubs in this area have developed, is investigated up to now. Plant understand with the help of the photosynthesis to use the energy of the sunlight, are trusted with communications engineering and measuring technology control the construction statics, are masters of the hydraulics and the thermodynamics, master logistics problems to land, to Water and in the air, can measure the time and are excellent chemists. All manufacturing processes and Methods function like computer-controlled drains in modern high tech enterprises, in addition silently, power-saving, environmental-careful.

Biophysicists, biochemists and engineering biologists recently have tips for special " intercellular ones Communication " with plants discovers. Bearers of the mysterious messages deeply inside the Zelllen are smallest Light particles, so-called biophotons. By smallest light quantities animated electrons hold, for instance, in green plants the photosynthesis in way. The intensity of these light signals is inconceivably low so, that already one modest pocket lamp 100 000 billions times brighter shines.

in the " International institute of biophysics " in The Neuss which works on research commissions for large-scale enterprise like handle, village Beiers and Nestlé go Scientist under the management of the biophotons-researcher Fritz-Albert Popp above all after the question, on account of intercellular information inside by organisms with speed of light is transported. If to itself this daring acceptance should confirm, if this was in the opinion of a lot of experts a sensation with far-reaching Consequences. Since the light deeply stored in all organisms probably plays a quite determining role with the regulation of all life occurrences of plants, animals and people.

With the discovery of the genetic code in the architect`s plans of all living beings are stored, pushed them Genetic researcher already in simple biological world language which explains to a kind of Esperanto for all organisms. In the meantime, the DNA has turned out one data warehouse steered by magic hand. It is not excluded, the fact that the researchers soon learn to understand that operating instruction, after which the nature new organisms now also builds. The nature is full only thus of imagination and creativity. The amazing facts and phenomena more biologically Systems let the impossible possible and the unreal seem real. Therefore, the chances do not stand badly, that the person from the innovative events of the creation already in close future also those prescriptions finds which he urgently needs for the solution of his most burning problems.

More and more enterprises are inspired by the ambition, the technological top achievements of biological systems to do her own. For future products it gives in the nature varied link points- Field Betätiguns for generations of engineers and developers. " We already have a gigantic mountain from Constructions and methods from the nature before us lie whom we ignore up to now simply ", explains Werner Nightingale, manager of the zoological institute of the university of Saarland. The institute counts as a top address in the matter of " Patents of the nature ", however, details the famous Bioniker does not want to reveal. A too early publicity could do them Plans and works of the research laboratories of numerous enterprises interfere. Date: 2000-12-28 - file size: 9,116 bytes