Das geheimnisvolle Leuchten von frischem Gemüse
Studien belegen Existenz von ultraschwachem Licht lebender Zellen - Intensität der Biophotonen bei alten Lebensmitteln geringer
von Heinz Greuling

Neuss - Das Problem der meisten Physikprofessoren, einem Laien zu erklären, woran sie forschen, hat Fritz-Albert Popp nicht. Denn worum es ihm seit 30 Jahren geht, leuchtet sofort ein. Eine kleine Demonstration genügt. Popp zwickt einfach ein frisches Blatt einer Buchenhecke vor seinem Institutseingang ab. Das legt er dann in eine kleine, absolut dunkle Kammer. Sie ist kaum größer als ein Schuhkarton. Was dann ein Restlichtverstärker sieht, erscheint als Bild auf einem Monitor. Das Blatt strahlt. Die lebenden Zellen brauchen keine Lichtquelle, um gesehen zu werden. Sie strahlen selbst.

Und nicht nur Blätter und ihre Zellen strahlen. Egal, welche Organismen in diese Kammer kommen - sie leuchten. Licht und Leben gehören zusammen. Totes dagegen leuchtet nicht. Popp, der am Internationalen Institut für Biophysik (IIB) in Neuss arbeitet, ist einer der profiliertesten Forscher der so genannten Biophotonen. So nannte er in der Mitte der siebziger Jahre dieses ultraschwache Licht, das jeder lebende Organismus aussendet. Damit war ein eigener Wissenschaftszweig geboren, die Biophotonik.

Der Restlichtverstärker, ein Photomultiplier, ist auch nötig. Denn das Licht ist so schwach, dass gewöhnliche Augen es nicht sehen könnten. Das elektronische Auge dagegen könnte noch eine Kerzenflamme in 20 Kilometer Entfernung flackern sehen. Japaner, die lange Zeit in dieser Technik führend waren, bestellen heute die Präzisionsgeräte bei den Neusser Forschern.

Die geringe Intensität der Biophotonen ist sicher mit ein Grund, warum es so lange dauerte, ihre Natur zu verstehen. Missverständnisse sind nicht verwunderlich. Gerne schmücken sich dubiose Hersteller von esoterischem Schnickschnack ungefragt mit Popps Forschungen. "Es ist manchmal schon ärgerlich, für welchen Unsinn die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Biophotonen missbraucht werden", ärgert sich der Biophysiker. Er bleibt dem Motto Galileis treu, das Messbare zu messen und das Nichtmessbare messbar zu machen. Popp und seine 22 Mitarbeiter haben die Nase im Wettbewerb ganz vorne. Sie sind gefragt, überall auf der Welt. Unternehmen wie Nestlé, Bahlsen, Beiersdorf, Kraft Jacobs Suchard, Henkel oder sogar der Bierkonzern Bitburger investieren Millionen von Euro in Forschungsvorhaben mit dem Neusser Institut. Sie wollen Popps Kenntnisse über die Vitalität von Lebensmitteln nutzen.

Allein in den USA tauschte sich Popp zehn Jahre lang an der Princeton-Universität mit Fachkollegen aus. Das deutsche Forschungsministerium unterstützte im letzten Jahr die Forschungen auf dem Gebiet der Biophotonen mit mehr als 50 Millionen Euro. Es muss also mehr dran sein an den Biophotonen als Behauptungen esoterisch inspirierter Zirkel. Aber was sind sie?

Eines sind Biophotonen nicht: Licht, wie es Glühwürmchen, Tiefseefische oder manche Einzeller im Meer aussenden. Diese besonderen Lebewesen tragen in sich chemische Leuchtstoffe, so genannte Luziferine. Ein Enzym, Luziferase, ist dann wie ein Schalter. Das Licht geht an oder aus. Biolumineszenz nennt sich dieses Lichtphänomen. Biophotonen sind von anderer Art. Sie finden sich in allen Lebewesen. Ist dieses Licht etwa ein Abfallprodukt des Zufalls - ohne jede Bedeutung? Schließlich schlummert in den Zellen eine ganze Kette komplexer Chemiefabriken namens "Stoffwechsel".

Das geheimnisvolle Leuchten von frischem Gemüse (2) Popp und seine Mitarbeiter fragten sich: Angenommen, es wäre so. Dann würde sich die Strahlung in einer ganz charakteristischen Weise mit der Temperatur verändern. Denn je niedriger die Temperatur in einem biologischen System, desto seltener laufen dort die biochemischen Reaktionen ab. Die Strahlung nähme dann - wie etwa bei einem sich abkühlenden Körper - exponentiell ab. Die Experimente zeigen aber das genaue Gegenteil. Die direkte Eigenstrahlung aller Lebewesen, die Biophotonenemission (BPE), ist also kein Zufallsprodukt und nicht über die bisher bekannten Stoffwechselprozesse erklärbar.

Lebewesen zeigen aber noch eine andere Eigenschaft. Bestrahlt man sie für eine gewisse Zeit mit weißem oder farbigem Licht, dann reagieren sie mit einer verzögerten Lichtabstrahlung, der so genannten Lumineszenz. Sie ist ein charakteristisches Maß dafür, wie vital Lebewesen sind. Bei Biophotonen handelt es sich dagegen um geordnete, kohärente Strahlung. Diese Kohärenz, der "Gleichtakt" des Lichtes, ist beachtlich. Gewöhnliches Licht, etwa von Glühlampen, ist alles andere als kohärent. Laserlicht dagegen ist kohärent über Zehntausende von Kilometern. Popp bestimmte die Güte und Kohärenz der Biophotonen von Lebewesen wie Dinoflagellaten (einzellige Geißeltierchen), von Algen wie Acetabularia oder Sojabohnen. Diese biologischen Einheiten übertreffen im Grad ihrer Kohärenz technische Laser um ein Vielfaches. Der hochgradig geordnete Gleichklang muss also - so vermutet Popp - ein entscheidender Faktor dafür sein, wie eine Zelle ihre Lebensfunktionen kontrolliert.

Popp ließ von einem Mitarbeiter die elektromagnetischen Felder der Lichtsignale berechnen, die sich in der Zelle aufbauen können. Das Bild dieser Felder hat die gleiche Gestalt wie die einer sich teilenden Zelle. Die Feldlinien könnten, so die Interpretation, quasi die Platzanweiser für die über 10 000 chemischen Reaktionen in der Zelle sein. Sie "sagen", wann und wo sich die Moleküle einzufinden haben. "Die Lichtsignale steuern das Zusammenwirken der Hormone, Enzyme und eine Vielzahl anderer Funktionen", sagt der Biophysiker.

Damit ist auch klar, warum sich Konzerne wie Nestlé oder der Bierbrauer Bitburger für Biophotonen und die Lichtspeicherfähigkeit in den Zellen interessieren. "Jedes Nahrungsmittel hat seine Ordnung. Die Ordnung ist ein Maß dafür, wie gut ein Organismus funktioniert, wie ausgewogen er ist. Je besser die Lichtspeicherfähigkeit, desto höher ist die Qualität, desto höher ist die Ordnung", erklärt Popp. Dieses Wissen haben die Neusser Forscher im Laufe der Zeit an über 200 Nahrungsmitteln getestet. Und nicht nur sie haben geprüft. Auch andere Institute haben die Ergebnisse wiederholt und bestätigt. So haben sowohl die Gesamthochschule Kassel als auch die Universität Bonn die Vitalitätsmessungen von Eiern bestätigt.

Unter dem Biophotonenmessgerät unterscheiden sich alte von neuen Eiern, solche aus Legebatterien und solche von frei laufenden Hühnern. Forscher an der Universität Mainz überprüften mit diesem Verfahren die Keimfähigkeit von Saatgut, speziell von Gerste. Sie bestätigten Popp und seine Mitarbeiter. Inzwischen haben die Neusser ihr Wissen und ihre Technologie zum Patent angemeldet. Das Testverfahren ist einfach und sicher. Es lässt sich für alle Lebensmittel einsetzen. Allerdings ersetzt es nicht die Analyse der Inhaltsstoffe. Es ergänzt sie. Die Erkenntnisse von Popp über die Biophotonen beantworten damit die Frage nach dem Leben und seiner inneren physikalischen Ordnung. Der Spiegel dieser Ordnung ist das Licht. Artikel erschienen am 27. Jan 2004

******************************

Studies cover existence of ultraweak light of living cells - intensity of her Biophotons with old food low from Heinz Greuling Neuss - To explain the problem of most physics professors, to a layman in which they research, if Fritz Albert Popp does not have. Since what it is for him for 30 years about, makes sense immediately. A small one Demonstration is enough. Popp simply pinches a fresh sheet of beech rears before his Institute entrance from. He lays this then in a small, absolutely dark chamber. She is barely bigger than a shoe cardboard. What then a rest light amplifier sees, appears picture on a monitor. This Sheet shines. The living cells need no source of light to be seen. They shine even. And not only sheets and her cells shine. All the same which organisms come to this chamber- they shine. Light and life belong together. Dead person against it does not shine. Popp, in International institute of biophysics (IIB)

in Neuss works, is one of the profiliertesten researchers of her to so-called biophotons. Thus he called in the middle of the seventies this ultraweak light, that every living organism sends out. With it own branch of learning was born, Biophotonik.

The rest light amplifier, a Photomultiplier, is also necessary. Since the light is so weak, that usual eyes could not see. The electronic eye against it could do one more Candle flame see flickering in 20 kilometers of distance. Japanese, the long time in this technology were leading, today the precision devices order from the new serums researchers.

The low intensity of the biophotons is sure with a reason, why it lasted so long, theirs To understand nature. Misunderstandings are not surprising. Gladly dubious ones dress up Manufacturer of esoteric useless rubbish without being asked with Popps researches. " It is sometimes already irritatingly, for which nonsense the scientific findings about biophotons are abused ", the biophysicist is angry. He stays closed to the motto of Galilei loyally, the measurable measure and the non-measurable measurably to do. Popp and his 22 employees have the nose in the competition completely in front. They are asked, everywhere in the world. Enterprises like Nestlé, Bahlsen, village Beiers, strength Jacobs Suchard, handle or even the beer group Bitburger millions of Euro invest in research project with the new serum Institute. They want to use Popps knowledge about the vitality of food.

Only in the USA Popp exchanged itself during ten years in the Princeton-University with professional colleagues from. The German research ministry supported the researches on him last year Area of the biophotons with more than 50 million Euros. It must go more in it his to him Biophotons as assertions esoteric inspired circle. But what are they?

One are not biophotons: light, how it glow mite, deep sea fish or some protozoons in Sea send out. These special living beings carry chemical illuminants, so-called in themselves Luziferine. Then an enzyme, Luziferase, is like a counter. The light begins or from. Biolumineszenz is called this light phenomenon. Biophotons are from other kind. They are found in all living beings. Is this light about one waste product of the chance - without every importance? In the end, a whole chain of complicated chemistry factories called slumbers in the cells "Material change".

The mysterious lights of fresh vegetable (2) Popp and his employees asked itself: Adoptedly, it would be in such a way. Then the radiation would become in of a quite typical way with the temperature change. Since the lower the temperature in a biological system the biochemic reactions run off the rarer there. Then radiation would decrease - as for example with a cooling off body - exponentially. However, experiments show the precise opposite. The direct own radiation of all living beings, Up to now biology photon issue (BPE), no chance product and not about is confessed Material change processes explainable.

However, living beings show one more quality. If one irradiates them for a certain time with to white or colored light, then they react with a delaid light radiation, in such a way named Lumineszenz. It is a typical measure of how vital living beings are. With biophotons it concerns against it regular, coherent radiation. This Kohärenz, "Identical tactfulness" of the light, is substantial. Usual light, possibly from electric light bulbs, is all other as coherently. Laser light against it is coherently about ten thousands from kilometers. Popp determined the goodness and Kohärenz of the biophotons of living being like Dinoflagellaten (einzellige Scourge little animals), from algaes like Acetabularia or soy beans. These biological unities if engineering lasers excel in the degree of her Kohärenz around a multiple. The extremely regular one Unison must be - so Popp - a determining factor for how a cell supposes theirs Vital functions inspects.

Popp let from an employee calculate for the electromagnetic fields of the light signals, to itself in the cell can be based. The picture of these fields has the identical figure like to itself dividing cell. The lines of flux could, according to the interpretation, virtually the place instructors for Be to 10 000 chemical reactions in the cell. They "say" the molecules, when and where to themselves have to appear. " The light signals steer the cooperation of the hormones, enzymes and one Huge number of other functions ", says the biophysicist.

With it is also clear, why to itself groups like Nestlé or the brewer Bitburger for biophotons and interest the light warehouse ability in the cells. " Of every food his order has. The order is a measure of how well an organism functions as weighed out he is. The better the light warehouse ability, is the higher the quality, the order is the higher ", explains Popp. The new serums researcher have tested this knowledge in the course of the time in more than 200 food. And not only they have examined. Also other institutes have repeated the results and have confirmed. Thus they have the polytechnic of Kassel as well as the university of Bonn Vitality measurements of eggs confirms.

Under the biology photon measuring instrument old ones differ from new eggs, such from hen batteries and such of freely running chickens. Researcher in her university of Mainz checked with this procedure the germinative capacity of seeds, especially from Barley. They confirmed Popp and his employees. In the meantime, the new serums have her knowledge and her technology to the patent announced. The test procedure is easy and sure. It lets itself for all food starts. Indeed, it does not substitute for the analysis of the contents materials. It complements them. The findings of Popp about the biophotons answer with it the question after the life and his internal physical order. The mirror of this order is the light. Articles appeared in 27. Jan in 2004